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Eigenschaften von Progesteron

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Natürliches Progesteron wird relativ rasch in der Leber verstoffwechselt. Zur sicheren Hemmung der Ovulation wurden synthetische Gestagene mit langer Halbwertzeit entwickelt. In der menopausalen Hormontherapie dagegen hat mikronisiertes Progesteron aufgrund der hö­he­ren Sicherheit einen festen Platz.

Lange Zeit wurden die synthetischen Gestagene wegen ihrer höheren Potenz bei oraler Applikation als vorrangig eingestuft. Das Wirkspektrum der einzelnen Vertreter ist weder untereinander noch mit demjenigen des Progesterons identisch. Einige weisen spezifische – teils erwünschte, teils unerwünschte – potenzielle Nebenwir­kungen auf. Sie können estrogene, androgene oder anabole Restwirkungen haben, die Regulation der Körpertemperatur beeinflussen, antiandrogene Effekte besitzen oder auch als Aldosteron-Antagonisten wirken.

Unterschiedliche Pharmakodynamik

Das Gestagen der Women´s Health Initiative – Medroxyprogesteronacetat (MPA) – etwa erhöht den Blutdruck und vermindert die Glukosetoleranz. Zudem beeinflusst es die Blutfette ungünstig. Mikronisiertes Progesteron dagegen zeigt keine relevanten Effekte auf den Lipid- und Kohlenhydrat-Stoffwechsel sowie den Blutdruck.

Differierendes Nebenwirkungsprofil

Blutungsstörungen können abhängig von Tagesdosis und Anwendungsregime bei allen Gestagenen auftreten. Vor allem in Kombination mit Estrogenen kann dosis­abhängig auch eine Mastodynie als Nebenwirkung mit allen Gestagenen auftreten. Eine Appetitsteigerung ist vor allem bei Behandlung mit MPA publiziert. Von mikronisiertem Progesteron und den übrigen Progesteronderivaten ist diese Nebenwirkung nicht bekannt.

Die derzeit eingesetzten synthetischen Gestagene leiten sich von Nortestosteron oder aber dem Progesteron ab.
Synthetische Analoga der Gestagene werden zur Kontrazeption in der Antibabypille in Kombination mit Estrogenen oder als Monotherapie eingesetzt. Auch langwirken­de Alternativen wie die Dreimonatsspritze oder Implantate enthalten als Wirkstoff Gestagene. Zusätzlich sind sie als Kombinationspartner von Estrogenen in Präpa­ra­ten zur Hormontherapie klimakterischer Beschwerden enthalten.
Das natürliche Progesteron wird medizinisch in fünf Gebieten klinisch genutzt:

  • Behandlung gutartiger Brusterkrankungen zur Therapie der Mastalgie
  • Behandlung von Zyklusstörungen
  • Kinderwunschbehandlung: zur Therapie einer Corpus-luteum-Insuffizienz und zur Stützung der Lutealphase in stimulierten Zyklen bei assistierter Reproduktion
  • zum Erhalt einer gefährdeten Schwangerschaft und zur Prävention von Früh­geburten
  • zur Hormontherapie in der Peri- und Postmenopause in Kombination mit Estro­genen

 

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

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