Die topische Applikation von natürlichem Progesteron in der Lutealphase bessert zuverlässig die Beschwerden einer hormonbedingten Masto­dynie, wie eine große Anwendungsbeobachtung zeigte. Der Ausgleich des relativen Progesterondefizits und die „Dämpfung“ der hohen Estradiolwerte lindert oder behebt Schmerzen und Spannungsgefühl in der Brust.

Brustschmerzen bei PMS

Progesteron hilft bei Brustschmerzen hervorgerufen durch PMS.

40 bis 60 Prozent der Frauen erleben prämenstruell störende Symptome – am häufigsten sind Klagen über Stimmungsschwankungen und Brustspannen. Bei nahezu jeder Dritten ist eine Behandlung notwendig. Eine Mastodynie ist bei Patientinnen unter 35 Jahren ohne palpable Brustveränderungen in leichteren Fällen durch Allgemeinmaß­nahmen, wie gut angepasster Büstenhalter oder kühlende Brustwickel zu lindern. Bei den pflanz­lichen Substanzen sind Vitamin E, Nachtkerzenöl und Leinsamenöl wenig wirksam, häufig wird Mönchspfeffer ange­wandt. Ebenso wie bei mittleren und schwereren Fällen hat Progesteron in Form der lokalen Anwendung hier einen festen Platz und hat sich seit Jahren in der täglichen Praxis bewährt. Sie ist durch verschiedene Untersuchungen abgesichert. Progesterongel enthält natürliches Progesteron, das durch die Haut in das Brustgewebe diffundiert.

Hormone ausbalancieren

In der Lutealphase eingesetzt, reduziert das Gel die relativ er­höh­ten Estrogen- und norma­lisiert die niedrigen Progesteronspiegel der betrof­fe­nen Patientinnen. Als Folge nimmt die Ödemneigung ab, die verstärkte Durchblutung wird normalisiert – und die erhöhte Temperatur der Brüste sinkt. In klinischen Studien ist unter lokaler Progesterongabe bei 47-79 Prozent der Patientinnen eine Beschwerdefreiheit dokumentiert oder aber eine deutliche Linderung der Beschwer­den beschrieben. Als Nebenwir­kungen wurden lediglich unspezifische Hautreizungen berichtet.

Sichere Wirkung bei Mastodynie

Die gute Verträglichkeit des Progesterongels belegt auch eine Praxisstudie aus dem Jahr 2007 mit 1.081 Patientinnen mit mittelschwerer (57,2%) und schwerer (35,5%) prämenstrueller Mastodynie. Nach dreimonatiger Anwendung (täglich vom 10.-25. Zyklustag) wurde von 87% eine gute oder sehr gute Wirkung attestiert. Die Verträglichkeit beurteilten 99% der Patientinnen als sehr gut oder gut. Neben­wir­kungen äußerten sich ausschließlich als Lokalreaktionen von sehr geringer Inzidenz und Ausprägung in Form milder Hautreizungen und trockener Haut.

Gute Verträglichkeit

Sehr positiv fiel auch das Urteil von 440 Frauen mit zyklischer Mastodynie nach einer dreimonatigen Anwendungsbeobachtung aus. Unter dem Progesterongel waren die Beschwerden deutlich zurückgegangen: Die anfänglichen Scorewerte ermittelt mithilfe einer visuellen Analogskala (VAS) waren von 68,2 auf 21,6 abgefallen. Dies entspricht einem Rückgang der Brustsymptome um rund zwei Drittel. Diesen Therapieerfolg stuften 84% der Anwenderinnen als gut bis sehr gut ein. Das Gel erwies sich darüber hinaus als sehr gut verträglich, sowohl allgemein als auch speziell an der Haut. Die Verträglichkeit stuften die Frauen dabei zu mehr als 95% als ebenfalls sehr gut bis gut ein.