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Körpergewicht

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Die Befürchtung vieler Frauen, nach der Menopause verstärkt an Gewicht zuzu­nehmen, ist schlichtweg falsch. Der Abfall der Hormone verändert jedoch die Verteilung des Körperfetts: Das viszerale „Polster“ nimmt zu. Eine Hormon­the­rapie – aber auch körperliche Aktivität – bremst die ungüns­tige Umverteilung.

Menopause: Das Körpergewicht nimmt nicht zu

Im mittleren Lebensalter nehmen Frauen etwa ein Pfund jährlich zu, resümiert die International Menopause Society nach Sichtung der relevanten Literatur in einem aktuellen Statement. Die absolute Gewichts­zunahme wird durch nicht-hormonelle Faktoren – unter anderem den Lebensstil – determiniert. Die „Umschichtung“ des Fettgewebes von der Hüfte zur Taille führen die Experten auf den Abfall der Estro­gene nach der Menopause zurück.

Hormontherapie schützt vor viszeraler Fettzunahme

Anders als weithin angenommen, bewirkt eine Hormontherapie keine Gewichts­zunahme. Vielmehr existieren gute Hinweise darauf, dass eine Hormontherapie vor der ungünstigen Zunahme des abdominalen Fetts schützen kann.

In der dreijährigen randomisiert-kontrollierten PEPI-Studie stieg das Körpergewicht in der unbehandelten Kontrollgruppe nach 36 Monaten um 2,1 kg, im reinen Estrogen­arm um 0,7 kg. Es ergaben sich keine signifikanten Unterschiede, ob Estrogen allein oder mit einem Gestagen bzw. Progesteron verabreicht wurde: Unter einer Hormontherapie nahmen die Frauen im Vergleich zur Placebogruppe weniger an Gewicht zu.

Vorbeugen durch Aktivität und bewusste Ernährung

Frauen sollten bereits vor, spätestens aber beim Übergang in die Postmenopause verstärkt auf ihr Gewicht achten. Dazu gehört nicht nur bewusstes Essen, sondern für viele Frauen auch ein höherer Aktivitätsstatus.

Bei bestehender Indi­ka­tion kann auch eine Hormontherapie für das Gewicht hilfreich sein. Zudem wirkt sie der Verschiebung des Fetts in die viszeralen Depots entgegen, die sich langfristig in einem Wandel von der Birnen- zur Apfelform manifestiert.

Viszerales Fett leistet Zivilisationskrankheiten Vorschub

Ohne Kontrolle des visze­ralen Fetts erhöht sich das Risiko für metabolische Erkran­kungen wie Diabetes mellitus und Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen bei postmeno­pau­salen Frauen.

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

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