Merkliste

0 Artikel auf der Merkliste

  • Sie haben noch keine Artikel auf Ihrer Merkliste

Hypertonie

Loading

Jüngere Frauen haben seltener eine Hypertonie als gleichalte Männer. Etwa ab dem 60. Lebensjahr kommt jedoch ein Bluthochdruck bei Frauen häufiger vor als bei Männern. Eine Hypertonie ist als Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen und Hirn­insulte anerkannt. Ist eine Hormontherapie indiziert, sind Nutzen und Risiken besonders sorgfältig abzuwägen. Zu bevorzugen sind niedrig dosierte Estroge­ne in blutdruckneutraler Kombination, etwa mit Progesteron.

Mikronisiertes Progesteron verhält sich bei gesunden postmenopausalen Frauen blutdruckneutral. Bei Hypertonikerinnen kommt es zu einer dosisabhängigen Blut­drucksenkung: Endogenes Progesteron hat einen leichten antagonistischen Effekt am Mineralokortikoid-Re­zeptor. Daraus resultiert eine milde diuretische Wirkung. Synthetischen Gestagenen fehlt normalerweise – mit Ausnahme von Drospirenon – die antimineralokortikoide Wirkung. Die kombinierte Hormontherapie mit synthe­tischen Gestagenen kann deshalb ungünstige Effekte höherer Estrogendosen auf den Blutdruck verstärken.

infografiken_progesteron_800px_06

Blutdruck-neutrale Kombination

Als ideale Hormontherapie stufen Experten bei Hypertonus die transdermale Gabe von Estradiol in der geringsten wirksamen Dosierung ein. Als Kombinationspartner ist ein blutdruckneutrales Gestagen, wie etwa mikronisiertes Progesteron, zu wählen. Progesteron vermittelt günstige Einflüsse auf einen klimakterisch labilen Bluthoch­druck und die damit verbundene Ödemneigung. Dies kommt vermutlich durch seine Eigenschaft als Antagonist des Aldosterons zustande.

Bei Gesunden und Hypertonikerinnen kein Anstieg des RR

In einer kleinen, randomisierten und placebokontrollierten Doppelblind-Studie zeigte sich kein Effekt auf Blutdruck und verschiedene Parameter der Gefäßfunktion unter sechswöchiger Gabe von mikronisiertem Progesteron bei gesunden postmenopau­salen Frauen. In der relativ großen PEPI-Studie veränderte sich bei Gabe von konjugierten Estro­genen und Progesteron der Blutdruck nicht. In einer weiteren Studie bei postmeno­pau­salen Frauen mit milder bis moderater Hypertonie führte Progesteron alleine zu einer signifikanten Senkung der erhöhten Drücke.

Sicherheit auch bei vaginaler Gabe

Der neutrale Effekt auf den Blutdruck blieb auch bei vaginaler Anwendung von mikro­nisiertem Progesteron erhalten: In einer brasilianischen Studie wurden Amlodipin-be­handelten Frauen über ein Jahr lang engmaschig beobachtet. Die kontinuierlich-kom­binierte Hormontherapie mit transdermalem Estradiol und vaginalem Proge­ste­ron (über 21 von 28 Tagen) führte im Verlauf zu keinen klinisch relevanten Verän­derun­gen des Blutdrucks.

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

Unser kostenfreier Erinnerungsservice
unterstützt Sie dabei zuverlässig.

Machen Sie eine Hormonersatztherapie?