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Brust

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Ein Synergismus zwischen den Sexualhormonen der Frau induziert die Diffe­ren­zierung der Brustdrüse. Estrogene sind für das Wachstum und die Ver­zweigung des Drüsengangsystems zuständig. Die Ausbildung des lobulo­al­veo­lären Systems erfordert Progesteron. Mit Abschluss der Pubertät ist zwar die maximale Anzahl der Brustdrüsen erreicht. Ihre volle Entfaltung erreichen sie erst nach einer Schwangerschaft mit an­schlie­ßender Stillzeit.
Während der ersten Hälfte der Schwangerschaft proliferiert das alveoläre Epithel und die Entwicklung des Gangsystems wird gefördert. In der zweiten Hälfte der Gravidität erfolgt vor allem die Differenzierung des Drüsenepithels.

Progesteron bewirkt Differenzierung

Estradiol induziert die Progesteron-Rezeptoren, ohne die das lobuloalveoläre System sich nicht entwickeln kann. Unter Estrogenen wachsen die Ausführungsgänge, Progesteron bewirkt die lobuloalveoläre Differenzierung. Estrogene vermitteln während der Schwan­gerschaft die zunehmende Synthese und Freisetzung von Prolaktin in der peripheren Zirkulation. Progesteron hemmt die se­kre­torische Akti­vität des alveolären Epithels und bewirkt während der Schwanger­schaft die Funktion der Brustdrüse. Mit dem Absinken der Sexualhormone in der Peri- und Postmenopause bilden sich die Brustdrüsen um: Die Lobuli werden atrophisch, der Fettanteil der Brust steigt. Das mammographische Bild ist aufgrund der geringeren Dichte dann besser zu beur­tei­len.

Hormontherapie macht die Brust dichter

Erfolgt bei klimakterischen Beschwerden eine Hormontherapie, nimmt die Brustdichte wieder zu. Dieser Effekt ist bei der kombinierten Behandlung mit fast allen synthe­ti­schen Gestagenen zu sehen. Schwächer ausgeprägt ist die Zunahme der mam­mographischen Dichte unter einer kombinierten Behandlung von transdermalem Estradiol mit mikronisiertem Progesteron. Dass die längerfristige kombinierte Hormontherapie mit einem erhöhten Brustkrebs­risiko einhergeht, hat die Women´s Health Initiative (WHI) für die dabei angewandten Hormone gezeigt. Höchstwahrscheinlich ist dieser Befund aber nicht auf alle Gesta­gene in gleicher Weise übertragbar.

Klare Unterschiede zwischen Gestagenen

Die Kombination von transdermalem Estradiol mit mikronisiertem Progesteron ging in der E3N-Studie über acht Jahre nicht mit einem erhöhten Risiko einher. Für synthe­tische Gestagene dagegen zeigte sich auch hier eine gesteigerte Brustkrebsrate. Eine mögliche Erklärung liefern in vivo gewonnene Biopsien: Unter dem WHI-Gesta­gen Medroxyprogesteron­acetat (MPA) wurde eine deutlich höhere Proliferationsrate dokumentiert im Vergleich mit mikronisiertem Progesteron.

Progesteron bei essentieller zyklischer Mastodynie

Bei jungen Frauen sind Brustspannen und ödematöse Schwellungen eine relativ häufige Beschwerde. Treten die Symptome regelmäßig vor der Periode auf, ist eine transdermale Therapie mit Progesteron-Gel zu erwägen. Der Ausgleich des relativen Progesteron-Defizits und die „Dämpfung“ der hohen Estradiolwerte lindert oder be­hebt Schmerzen und Spannungsgefühle in der Brust.

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

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