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Nebenwirkungen von Progesteron

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Progesteron ist effizient bei Lutealdefekten, in der Prophylaxe wiederholter Früh- und Fehlgeburten und beim Endometriumschutz unter Hormontherapie. Das Gelbkör­per­hormon ist gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen nach oraler Gabe sind Müdigkeit, Benommenheit und Schwindelgefühl. Umfangreiche Studien mit vaginaler Anwendung von Progesteron in der Schwangerschaft haben keine Warnsignale zur Sicherheit generiert.

In der Vielzahl von Studien zum Einsatz von mikronisiertem Progesteron sind nur geringfügige unerwünschte Wirkungen publiziert. Schwindelgefühl und Schläfrigkeit werden bei oraler Applikation am meisten genannt. Gelegentlich finden sich auch Völlegefühl und Bauchschmerzen sowie Brustspannen als uner­wünsch­te Wirkungen.
Als Gegenanzeige von Weichkapseln mit mikronisiertem Progesteron gilt eine bekannte Allergie gegen einen Bestandteil. In der Vergangenheit wurde in verfügbaren Präparaten raffiniertes Erdnussöl eingesetzt. Jetzt sind in den in Deutschland hauptsächlich verwendeten Weichkapseln raffiniertes Sonnenblumenöl und sehr geringe Mengen an Sojalecithin als Hilfsstoffe enthalten.

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Mit abendlicher Gabe die Nebenwirkungen von Progesteron positiv nutzen

Müdigkeit und Schwindelgefühl nach oraler Gabe des Hormons hängen wahrschein­lich mit der sedierenden Wirkung des neuroaktiven Metaboliten Allopregnanolon zu­sammen. Diese Neben­wirkungen können jedoch ganz einfach durch die abend­liche Gabe von mikronisiertem Progesteron entschärft werden. Erfahrene Gynäko­logen nutzen diesen Effekt seit langem: Bei der Hormon­therapie symptomati­scher Frauen, die über Einschlafstörungen klagen, verbessert abendli­ches Proge­ste­ron den Schlaf im ersten Drittel der Nachtruhe signifikant.

Therapie in der Früh- und Spätschwangerschaft

Wie generell beim Einsatz von Medikamenten in der Frühschwangerschaft sollte auch bei Progesteron-Supplementierung eine Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. Dies gilt insbesondere in der Phase, in der sich das äußere Genitale differenziert. Vom Einsatz des Progesterons bei Lutealphaseninsufizienz sind keine ernsthaften Nebenwirkungen bekannt. Im Rahmen der assistierten Reproduktion, bei der re­gel­haft die Lutealphase mit Progesteron gestützt wird, erfolgt die Supplementierung meist bis zum Ultraschall-Nachweis der Schwangerschaft oder noch länger. In der Vergangenheit wurde eine erhöhte Frequenz an Hypospadien nach Behandlung mit Progesteron-Injektionspräparaten diskutiert. Speziell bei der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion wird das elterliche Hintergrundrisiko als ursächlich eingestuft. Außerdem sind Frühgeburtlichkeit, Mehrlings-Schwangerschaften und mütterliche sowie väterliche Risikofaktoren plausible Erklärung für eine leicht erhöhte Rate an Fehlbildungen nach In-vitro-Fertilisation. Trotz einer steigenden Zahl von Studien zur vaginalen Anwendung von Progesteron in der Schwangerschaft wurden bisher keine Warnsignale zur Sicherheit generiert.

Tokolytische Therapie

In Frankreich wurde mikronisiertes Progesteron hochdosiert oral während des zweiten und dritten Tri­menons zur adjuvanten Tokolyse eingesetzt. Dabei wurden Fälle von Hepa­titiden und ein erhöhtes Risiko intrahepatischer Cholestasen beobachtet. Dies ist ein weiterer Grund dafür, mikronisiertes Progesteron in der Schwangerschaft ausschließlich vaginal anzuwenden.Davon abgesehen liegen keine Berichte über eine spezielle Hepatotoxizität von mikronisiertem Progesteron vor, das seit 1980 in Europa weit verbreitet Anwendung findet. Dies gilt auch für die vaginale Anwendung während des ersten Trimenons der Schwangerschaft.

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

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