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Synthetische Gestagene

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Ein wesentliches Ziel bei der Entwicklung synthetischer Gestagene war die verlängerte Halbwertzeit. Dies war notwendig, um eine sichere Hemmung der Ovulation bei oralen Kontrazeptiva zu erzielen. Veränderungen am Steroid-Grundgerüst und den Seitenketten führten zur höheren Wirksamkeit. Verbunden mit teilweise erwünschten, aber auch unerwünschten Wirkungen.

Synthetische Gestagene werden nach „Abstammung“ eingeteilt

Synthetische Gestagene werden nach ihrer Herkunft eingeteilt in

  • Progesteron-Derivate oder
  • 19-Nor­testosteron-Abkömmlinge
  • Einer eigenen Gruppe wird das Spironolacton-Derivat Drospirenon zugerechnet

Die Substanzen der verschiedenen Generationen unterscheiden sich sowohl im Wirksamkeits- als auch im Nebenwirkungspotenzial.

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Progesteron-Derivate

Dydrogesteron verhält sich pharmakodynamisch vergleichbar stoffwechsel- und gefäßneutral wie Progesteron. Chlormadinonacetat und Cyproteronacetat dagegen zeigen eine antiandrogene Wirkung, was etwa bei Akne therapeutisch genutzt wird. Medroxyprogesteronacetat dagegen wirkt dosisabhängig androgen; es beeinflusst zudem zahlreiche Stoffwechsel-Parameter.

19-Nortestosteron-Abkömmlinge

Diese Testosteron- oder aber Norethisteron-Derivate haben mit Ausnahme von Dienogest einen generellen Nachteil: Sie wirken sich in Abhängigkeit von der Dosis nachteilig auf die Parameter der Glukosetoleranz und des Fettstoffswechsels aus. Damit können sie den estrogen­vermittelten Schutz der arteriellen Gefäße ungünstig beeinflussen.

Manche Norethisteron-Derivate werden nur langsam abgebaut und unterliegen damit einer starken enterohepatischen Zirkulation. Das bedeutet, sie belasten die Leber und deren Metabolismus. Ihr Einfluss auf die Blutgerinnung ist allerdings schwächer als derjenige oraler Estrogene. Norethisteron- und auch Norgestrel-Derivate bewirken eine Zunahme der Insulin­resistenz und Insulinsekretion. Unter Progesteron-Abkömmlingen dagegen bleibt die Glukosetoleranz nahezu unverändert.

Spironolactonderivate

Die einzige Substanz dieser Gruppe ist Drospirenon. Sie weist eine antiandrogene und aldosteron-antagonistische Wirkung auf.

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

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