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Progesteron

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Das Cholesterin aus dem Blut wird mit dem Trägerlipoprotein als Low Density Lipoprotein (LDL) ins Innere der Zellen geschleust. Nach Abspaltung einer Seitenkette (C22-27) entsteht das biologisch inaktive Pregnenolon. Eine Isomerase macht aus dieser Vorstufe die biologisch aktive Form, das Progesteron.

Wichtige Ausgangssubstanz für körpereigene Steroidhormone

Das Gelbkörperhormon kann über verschiedene Zwischenschritte zu Mineralo- und Glukokortikoiden umgewandelt werden. Progesteron ist zudem eine wichtige Aus­gangs­sub­stanz für die Bildung von Testosteron und damit auch für Estradiol, seinem direkten Gegenspieler im weiblichen Körper.

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Wirkung über drei nukleare Rezeptoren

Die genomische Wirkung von Progesteron wird über Rezeptoren im Zellkern gesteuert. Derzeit sind zwei verschiedene Isoformen (PR A, PR B) sicher bekannt. Zudem existiert eine membranständige Variante (Progesteronrezeptor-Membrankomponente 1 – PGRMC1). Ihre Verteilung im Gewebe schwankt zyklusabhängig.

Nicht-genomische Effekte bei Einleitung der Befruchtung

Zusätzlich entfaltet das Gelbkörperhormon auch nicht-genomische Effekte, die im Vergleich sehr viel schneller eintreten. Sie werden vermittelt über Rezeptoren auf der Zellmembran, z.B. PGRMC1. Zu diesen Wirkungen zählt beispielsweise die Einleitung der Akrosomreaktion von Spermatozoen, aber auch die als Hyperaktivierung bezeichnete Steigerung der Motilität von Samenzellen durch eine befruchtungsfähige Eizelle.

Bindung an Transportproteine

Im Plasma liegt Progesteron nur zu etwa drei Prozent in freier Form vor. Rund 18 Prozent sind stark gebunden an Transcortin (CBG) und knapp 80 Prozent schwach gebunden an Albumin.

Rasche Metabolisierung in der Leber umgehen

Ein Großteil des Progesterons wird bei der ersten Leber­passage relativ schnell inaktiviert. Für die klinische Anwendung wurde deshalb eine besondere galenische Form entwickelt: mikronisiertes Progesteron. Es ist in oraler Form wirksam. Zudem stehen Weichgelatinekapseln mit dem Wirkstoff zur Verfügung, die sich zur vaginalen Anwendung eignen. Die vaginale Verabreichung erlaubt eine gezielte Therapie unter Umgehung des Leberstoffwechsels – etwa bei Lutealinsuffizienz oder in der Schwangerschaft.

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

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