Merkliste

0 Artikel auf der Merkliste

  • Sie haben noch keine Artikel auf Ihrer Merkliste

Bildungsorte und Normwerte von Progesteron

Loading

Progesteron wird zyklisch ausgeschüttet: In der Follikelphase sind die Serum­spiegel niedrig. Sie steigen nach der Ovulation an und erreichen in der Mitte der Gelbkörperphase ein Maximum. Um einen gemessenen Wert zu beurteilen, muss der Zyklustag be­kannt sein.

Progesteron wird während des Zyklus überwiegend von den Granulosaluteinzellen des rupturierten Folli­kels synthetisiert. Unter dem Einfluss des luteinisierenden Hormons (LH) bildet sich das Corpus luteum. Daher schwanken die Serumwerte in der reproduktiven Phase der Frau zyklisch.In der Follikelphase sind die Serumspiegel des Progesterons relativ niedrig (etwa 1 ng/ml), in der Lutealphase am höchsten (über 12 ng/ml).

Auch in der Nebennierenrinde wird Progesteron gebildet, allerdings in relativ gerin­gen Mengen.
Die gesamte tägliche Produktionsrate beläuft sich in der Follikelphase auf 2-3 mg, in der Lutealphase auf 20 bis 30 mg. Die höchsten Serumkonzentrationen an Progesteron werden während einer Schwan­gerschaft gemessen. Die Placenta produziert ab der zweiten Schwangerschaftshälfte bis zu 300 mg täglich – und damit zehnmal mehr als in der Lutealphase gebildet wird.

Referenzbereiche und Fallstricke

Die Bestimmung von Progesteron erfolgt in der Regel, um eine Gelbkörperschwäche zu ermitteln. Eine Corpus-luteum-Insuffizienz ist sowohl in der Sterilitätstherapie als auch im Rahmen einer Frühschwangerschaft von klinischer Bedeutung.

In der Follikelphase sind Progesteron-Bestimmungen nicht sinnvoll, da die Werte oft unter 1 ng/ml liegen. In der Lutealphase dagegen gelten Werte über 12 ng/ml als normal.

Im Rahmen der Sterilitätsbehandlung ist eine Diagnostik akzeptiert, die auf mehreren Bestimmungen in mindestens zwei Zyklen basiert. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Bestim­mung des Hormons nach dem siebten postovulatorischen Tag nur noch bedingt hilfreich ist: Nach diesem Zeitpunkt kann es zu LH-abhängigen, starken Tages­schwankungen kommen.

Zyklus ovulatorisch oder nicht

Bei prämenopausalen Frauen mit regelmäßigem Zyklus ist eine Anovulation über die Bestimmung von Progesteron und follikelstimulierendem Hormon (FSH) zwischen dem 18. und 22. Zyklustag auszu­schließen. Ist FSH nicht erhöht und Progesteron im Normbereich der Lutealphase, hat eine Ovulation stattgefunden.
Bei perimenopausalen Frauen zeigen irreguläre Zyklusintervalle häufig eine Anovulation an. Andererseits können trotz erhöhtem FSH gelegentlich Ovulationen stattfinden.

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

Unser kostenfreier Erinnerungsservice
unterstützt Sie dabei zuverlässig.

Machen Sie eine Hormonersatztherapie?