Merkliste

0 Artikel auf der Merkliste

  • Sie haben noch keine Artikel auf Ihrer Merkliste

Was ist bei der Bestimmung und Entnahme zu beachten?

Loading

Die Bestimmung von Progesteron in der fertilen Phase erfolgt mittluteal im Serum. In der Lutealpha­se bis zum siebten postovulatorichen Tag sind Serum­werte zwischen 1,7 und 27 ng/ml normal. Für die Analyse im Speichel liegt keine gesicherte Korrelation zu den Blut­spiegeln vor. Dazu kommt die Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Speichels und andere Unwägbarkeiten. Die Bestimmung im Serum gilt deshalb als Goldstandard.

Referenzbereiche

Follikelphase 0,20 – 1,50 ng/ml
Ovulationsphase 0,80 – 3,00 ng/ml
Lutealphase 1,70 – 27,0 ng/ml
Postmenopause 0,20 – 1,40 ng/ml

Das Ergebnis des Tests ist nur mit Kenntnis des Zyklustages bei der Blut­entnahme zu interpretieren. Bei Einnahme von Hormonpräparaten (Pille, Hormontherapie) sind keine aussagekräftigen Werte zu erwarten.

Bei Frauen in der reproduktiven Phase sollte zur Bestimmung der 22. oder 23. Zyk­lustag (spätestens siebter postovulatorischer Tag) gewählt werden. Die günstigste Tageszeit liegt vier bis fünf Stunden nach dem Aufwachen. Vorher sollten die Brüste nicht abgetastet werden.

Erhöhte Progesteron-Spiegel finden sich in der Schwangerschaft, aber auch bei Ovarialzysten, Blasenmole und bei seltenen Formen von Ovartumoren. Gelegentlich beruhen sie auch auf einer Überproduktion von Progesteron in der Nebennierenrinde (adrenaler Enzymdefekt, adrenogenitales Syndrom, kongenitale adrenale Hyper­pla­sie).

Fallstricke und Störfaktoren

Bei Einnahme hoher Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag) sollte die Probenentnahme mindes­tens acht Stunden nach der letzten Applikation erfolgen.

Eine Behandlung mit Phenylbutazon in therapeutischer Tagesdosis führt zu ernied­rig­ten Progesteronwerten. Phenylbutazon zählt zu den älteren nichtsteroidalen Anti­rheu­matika und wird eingesetzt zur Therapie akuter Schmerzen bei entzünd­lichen rheumatischen Erkrankungen wie chronischer Polyarthritis, Morbus Bechterew sowie bei akuten Gichtanfällen.
In seltenen Einzelfällen können Störungen durch extrem hohe Titer von Antikörpern gegen Streptavidin sowie Ruthenium auftreten. Der Progesterontest mittels Elektro-Chemi-Lumineszens-Immuno-Assay (ECLIA) enthält Zusätze, die diese Einflüsse minimieren.

Wie bei allen Tests, die monoklonale Maus-Antikörper beinhalten, können Proben von Patienten, die mit monoklonalen Maus-Antikörpern therapiert wurden oder diese aus diagnostischen Gründen erhalten haben, falsche Ergebnisse aufweisen.

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

Unser kostenfreier Erinnerungsservice
unterstützt Sie dabei zuverlässig.

Machen Sie eine Hormonersatztherapie?