Artikel zu ZNS

Progesteron beim Mann

Über die physiologische Rolle von Progesteron beim Mann ist weitaus weniger bekannt als bei der Frau. Spezifische nicht-genomische Effekte sind bei der Hyper­aktivierung, Kapazitation und Akrosomreaktion von Spermatozoen gesichert. Bei der Frau ist Progesteron sehr eng verknüpft mit der Reproduktionsfähigkeit. Beim Mann ist das wohl nicht der Fall: Männliche Mäuse ohne Progesteron-Rezeptoren sind phänotypisch normal und fertil.

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Progesteron und Anxiolyse

Auf der Suche nach verträglicheren Anxiolytika haben Wissenschaftler bereits seit geraumer Zeit Progesteron und seine neuroaktiven Metabolite im Visier. Sie erhoffen sich deutlich weniger unerwünschte Wirkungen. Erste Ergebnisse sind positiv.

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Zentrales Nervensystem (ZNS)

Progesteron wirkt nicht nur auf Uterus und Ovarien. Auch das zentrale Nerven­system (ZNS) ist ein wichtiges Zielorgan. Die Effekte sind vielfältig und reichen von anxiolytischer und sedierender Wirkung bis zur Neuroprotektion und – über promye­linisierende Effekte – zu Neuroregeneration.

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Wirkungen

Die zentrale Funktion von Progesteron ist die Vorbereitung des Uterus auf eine Schwan­gerschaft und der Erhalt der Gravidität. Progesteron-Rezeptoren sind – neben Ovar und Uterus – in zahlreichen Organsystemen vorhanden. Dies er­klärt die vielfältigen Wirkungen des Gelbkörperhormons.

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Epilepsie und Progesteron

Bei Frauen mit Epilepsie können hormonelle Einflüsse eine Rolle spielen. Wenn sich Anfälle trotz antiepileptischer Medikation jeweils vor der Monatsblutung verstärken (prämenstruelle Anfallshäufung), wirkt Progesteron anfallshemmend.

Bei bestimmten Epilepsie-Erkrankungen schwankt die Anfallshäufigkeit im Menstruationszyklus (katameniale Anfälle). Nicht selten kommt es zu einer Anfallshäufung in der zweiten Zyklushälfte, insbesondere vor der Menstruation (prämenstruell).

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