Artikel zu assistierte Reproduktion

Assistierte Reproduktion / IVF

Die ovarielle Stimulation mit Gonadotropinen und GnRH-Analoga im Rahmen der assistierten Reproduktion führt regel­haft zu einem Lutealphasendefekt. Als Goldstandard zur Therapie dieser Gelb­körperschwäche hat sich die Gabe von Progesteron etabliert. Eine gestörte Lutealphase mit deutlich verminderten mittlutealen Progesteronwerten kennzeichnet die Zyklen der assistierten Reproduktion. Die Notwendigkeit eines Lutealsupports gilt als gesichert.

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Prämenopausal – Reproduktive Phase

In der reproduktiven Phase wird mikronisiertes Progesteron vorwiegend bei irre­gulären Zyklen mit Lutealinsuffizienz eingesetzt. Weitere Indikationen sind prämeno­pausale Beschwerden und die zyklische Mastodynie. Hormonale Kontrazeptiva enthalten ausschließlich synthetische Gestagene.

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Klinische Anwendung von Progesteron

Das dominierende Einsatzgebiet von Progesteron ist die Hormontherapie bei peri- und postmenopausalen Frauen mit entsprechenden Beschwerden. In der reproduktiven Phase reicht das Spektrum von der Unterstützung der Lutealphase bei irre­gu­lären Zyklen über den Lutealsupport bei assistierter Reproduktion bis zur Prophylaxe von Frühaborten und Frühgeburten.

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Intramuskuläre und vaginale Anwendung

Wesentliche Indikationen für die intramuskuläre oder aber vaginale Gabe von Progesteron sind die Lutealphasenunterstützung bei assistierter Reproduktion sowie die Prophylaxe der Frühgeburt bei Risikopatientinnen.

Die Reproduktionsmediziner sind sich einig: Progesteron ist in stimulierten Zyklen bei Sterilitätstherapie unabdingbar, um die defekte Lutealphase zu stützen.

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Applikation

Progesteron wird oral, parenteral (intramuskulär), vaginal und transdermal angewandt. In der klinischen Anwendung hat jede Applikationsform bei bestimmten Indikationen einen festen Platz.

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Reproduktionssystem / Kinderwunsch

In der fertilen Phase der Frau wird Progesteron bei Kin­derwunsch und zur Prophy­laxe wiederholter Früh- und Fehlgeburten eingesetzt. Im Klimakterium schützt das Gelb­körper­hor­mon das Endome­trium nicht hyste­rek­tomierter Frauen unter Hor­mon­therapie und scheint dabei auch sicher an der Brust.

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Nebenwirkungen von Progesteron

Progesteron ist effizient bei Lutealdefekten, in der Prophylaxe wiederholter Früh- und Fehlgeburten und beim Endometriumschutz unter Hormontherapie. Das Gelbkör­per­hormon ist gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen nach oraler Gabe sind Müdigkeit, Benommenheit und Schwindelgefühl. Umfangreiche Studien mit vaginaler Anwendung von Progesteron in der Schwangerschaft haben keine Warnsignale zur Sicherheit generiert.

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Progesteron und Schwangerschaft

Progesteron ist essentiell für den Eintritt einer Schwangerschaft und ihren Erhalt. Bei primärer und sekundärer Lutealinsuffizienz ist die exogene Gabe unabdingbar zum Erhalt der Frühschwangerschaft. In stimu­lierten Zyklen ist sie Standard, bei Risiko-Patientinnen für Frühgeburten sinnvoll.

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Endometrium und Ovarien

In ovulatorischen Zyklen bereitet sich das Endometrium nach dem Eisprung auf die Implantation einer befruchteten Eizelle vor – maßgeblich unter dem Ein­fluss des Progesterons, das vom Corpus luteum gebildet wird. Ohne ausrei­chende Progesteronspiegel entsteht keine Schwangerschaft.

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Physiologische Funktionen von Progesteron

Die hauptsächlichen Zielorgane von Progesteron sind die Ovarien und der Uterus. Ohne funktionstüchtiges Corpus luteum und implatationsbereites Endometrium kommt im ovulatorischen Zyklus keine Schwangerschaft zustande. Unabdingbar ist Progesteron für den Erhalt der Schwangerschaft.

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Unterstützung der Lutealphase

In stimulierten Zyklen zur assistierten Reproduktion (ART) ist es notwendig, die Lutealphase zu unterstützen. In Europa wird für diesen Lutealsupport haupt­sächlich vaginales Progesteron eingesetzt. Es sollte dem ebenfalls noch verwendeten humanen Choriongonadotropin vorgezogen werden.

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Natürliches Progesteron vs. synthetische Gestagene

Natürliches Progesteron wird relativ rasch in der Leber verstoffwechselt. Zur sicheren Hemmung der Ovulation wurden synthetische Gestagene mit langer Halbwertzeit entwickelt. In der Hormontherapie dagegen hat mikronisiertes Progesteron aufgrund der höheren Sicherheit einen festen Platz.

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