Artikel zu Applikation

Gabe von Progesteron über die Haut als HRT

Immer mehr Ärzte und Frauen schwören auf die Anwendung von Progesteron über die Haut zur hormonellen Stabilisierung, auch wenn dies durch Ergebnisse wissenschaftlicher Studien nicht ausreichend abgesichert ist. Transdermale Progesteron-Zubereitungen dürfen nicht zur Endometriumprotektion bei gleichzeitiger Östrogenbehandlung eingesetzt werden, da auch mit vergleichsweise niedrigen Estradiol-Dosierungen (1 mg täglich transdermal als Gel) kein sicherer Gebärmutterschutz zu erzielen ist. Andererseits sind von einer alleinigen Anwendung transdermaler Progesteron-Zubereitungen keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten.

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Lokale Anwendung bei Brustschmerzen

Mikronisiertes Progesteron in Gelform wird in erster Linie bei essentiellen prämenstruellen Mastodynien eingesetzt.

Die lokale Applikation bessert zu­verlässig schwere und mittelschwere Symptome bei sehr guter Verträglicheit.

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Drohende Frühgeburt

Eine Frühgeburt kann eine lebenslange Hypothek bedeuten. Die langfristige Behandlung mit natürlichem Progesteron reduziert dieses kindliche Risiko bei Frauen mit vorangegangenen Frühgeburten oder verkürzter Zervix in der 20. bis 24. Schwangerschaftswoche (SSW) signifikant. Eine Zervixlängendiagnostik und im Fall einer Insuffizienz die Gabe von Progesteron empfehlen deutsche Experten (Dudenhausen 2015) und internationale Gremien (FIGO 2015).

Allen Schwangeren mit einer Ent­bindung vor der 37. SSW in der Anamnese sollten prophylaktisch mit Progesteron behandelt werden.

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PMS und zyklusabhängige Mastodynie

Die topische Applikation von natürlichem Progesteron in der Lutealphase bessert zuverlässig die Beschwerden einer hormonbedingten Masto­dynie. Der Ausgleich des relativen Progesterondefizits und die „Dämpfung“ der hohen Estradiolwerte lindert oder behebt Schmerzen und Spannungsgefühl in der Brust.

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Klinische Anwendung von Progesteron

Das dominierende Einsatzgebiet von Progesteron ist die Hormontherapie bei peri- und postmenopausalen Frauen mit entsprechenden Beschwerden. In der reproduktiven Phase reicht das Spektrum von der Unterstützung der Lutealphase bei irre­gu­lären Zyklen über den Lutealsupport bei assistierter Reproduktion bis zur Prophylaxe von Frühaborten und Frühgeburten.

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Transdermal

Ein Gel mit 1 % Progesteron ist zur Lokalbehandlung von Brustschmerzen - insbesondere an den Tagen vor der Menstruation - etabliert. Progestogel ist ein behördlich zugelassenes Arzneimittel bei prämenstrueller Mastodynie. Je Brust sollen 2,5 g Gel entsprechend 25 mg Progesteron täglich zum Einsatz kommen.

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Intramuskuläre und vaginale Anwendung

Wesentliche Indikationen für die intramuskuläre oder aber vaginale Gabe von Progesteron sind die Lutealphasenunterstützung bei assistierter Reproduktion sowie die Prophylaxe der Frühgeburt bei Risikopatientinnen.

Die Reproduktionsmediziner sind sich einig: Progesteron ist in stimulierten Zyklen bei Sterilitätstherapie unabdingbar, um die defekte Lutealphase zu stützen.

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Applikation

Progesteron wird oral, parenteral (intramuskulär), vaginal und transdermal angewandt. In der klinischen Anwendung hat jede Applikationsform bei bestimmten Indikationen einen festen Platz.

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Sedierende Wirkung

Der stärkste zentralnervöse Effekt des Progesterons ist seine sedierende Wirkung. Frauenärzte nutzen diese Wirkung bei perimenopausalen Frauen mit Einschlaf­problemen, die einer der kombinierten Hormontherapie bedürfen und verordnen die abendliche Einnahme von mikronisiertem Progesteron.

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Natürliches Progesteron vs. synthetische Gestagene

Natürliches Progesteron wird relativ rasch in der Leber verstoffwechselt. Zur sicheren Hemmung der Ovulation wurden synthetische Gestagene mit langer Halbwertzeit entwickelt. In der Hormontherapie dagegen hat mikronisiertes Progesteron aufgrund der höheren Sicherheit einen festen Platz.

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Steroidgenese und -synthese

Progesteron ist die Muttersubstanz aller körpereigenen Steroidhormone.

Zur klinischen Anwendung wird es aus Vorstufen von Pflanzen gewonnen und mikro­nisiert. Alternativ kommen synthetische Gestagene zum Einsatz.

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