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Physiologische Funktionen von Progesteron

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Die hauptsächlichen Zielorgane von Progesteron sind die Ovarien und der Uterus. Ohne funktionstüchtiges Corpus luteum und implatationsbereites Endometrium kommt im ovulatorischen Zyklus keine Schwangerschaft zustande. Unabdingbar ist Progesteron für den Erhalt der Schwangerschaft.

Progesteron wird hauptsächlich im Ovar gebildet, aber auch in der Nebennierenrinde, der Brust und den Gliazellen des zentralen Nervensystems. Die höchsten Mengen sezerniert das Corpus luteum, während der Schwangerschaft die Placenta.

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Genomische und nicht genomische Wirkungen von Progesteron

Progesteron-Rezeptoren werden in den meisten Geweben durch Estrogene induziert. Sie sind nachgewiesen im Uterus, in den Brustdrüsen, im zen­tralen Nervensystem, der Hypophyse, in Gefäßendothelien und Osteoblasten – um nur die wichtigsten zu nennen. Derzeit sind zwei Isoformen sicher bekannt, die im Zellkern zur genomischen Wir­kung führen: Typ A und B. Sie zählen zur großen Familie der liganden-aktivierten nukleären Transkriptions-Regulatoren.

Die genomische Wirkung von Progesteron hängt von einer Vielzahl anderer Proteine ab: In den verschiedenen Zellen wirken sie als Korepressoren oder Koaktivatoren des Progesteron-Rezeptors. Es ist unklar, ob Progesteron die Expression der kore­gu­latorischen Proteine reguliert oder ob deren Gewebespiegel die Wirkung von Progesteron modulieren. Zusätzlich zur genomischen Wirkung, die relativ langsam eintritt, kann Progesteron auch schnelle nicht-genomische Effekte vermi­t­teln.

Sexualhormone unter „gegenseitiger Kontrolle“

Die Expression der Progesteron-Rezeptoren steht unter der Kontrolle von Estro­ge­nen. Diese modulieren die Sensitivität. Progesteron wiederum hemmt die Expression der Estrogen-Rezeptoren und die Induktion vieler Gene, die durch Estrogene ange­schaltet werden.

Balance bei Eizellreifung und Endometrium

Entscheidend für die Ausreifung der Eizelle sind eine suffiziente Follikel- und Luteal­phase mit ausreichenden Estradiol- und Progesteronspiegeln. Die Stimulation der Progesteronbildung durch luteinisierendes Hormon (LH) zu Beginn der Lutealphase hemmt die estrogen-stimulierten Proliferation und fördert die sekre­torische Trans­formation des Endometriums. Diese ist kritisch für die Implanta­tion der befruchteten Eizelle. Bei nicht zeitgerechten, zu niedrigen, möglicherweise aber auch zu hohen Progesteron­spiegeln erfolgt keine Implantation.

Erhalt der frühen und späten Schwangerschaft

Die wichtige Rolle in der Frühschwangerschaft zeigt sich in der assistierten Repro­duktion. Bei ovarieller Stimulation ist die prophylaktische Gabe von Progesteron zur Behebung des Lutealphasendefekts Standard. Bei habituellen Aborten mit Lutealinsuffizienz bewirkt die prophylaktische Gabe eine verminderte Rate an Fehlgeburten. Zudem vermindert die langfristige Progesterongabe im späteren Schwangerschaftsverlauf, bei Patientinnen mit vorausge­gan­genen Frühgeburten oder verkürzter Zervix, die Rate an Frühgeburten.

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Progesteron und Estrogen

Progesteron wirkt nur in Synergismus mit Estrogenen: In den meisten Gewe­ben werden die Progesteron-Rezeptoren durch Estrogene induziert. Als Ge­genspieler besitzt Progesteron eine antiestrogene Wirkung. Ausschlaggebend ist die zeitliche Balance.

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Progesteron und Schwangerschaft

Progesteron ist essentiell für den Eintritt einer Schwangerschaft und ihren Erhalt. Bei primärer und sekundärer Lutealinsuffizienz ist die exogene Gabe unabdingbar zum Erhalt der Frühschwangerschaft. In stimu­lierten Zyklen ist sie Standard, bei Risiko-Patientinnen für Frühgeburten sinnvoll.

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Endometrium und Ovarien

In ovulatorischen Zyklen bereitet sich das Endometrium nach dem Eisprung auf die Implantation einer befruchteten Eizelle vor – maßgeblich unter dem Ein­fluss des Progesterons, das vom Corpus luteum gebildet wird. Ohne ausrei­chende Progesteronspiegel entsteht keine Schwangerschaft.

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