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Zyklusstörungen mit Lutealphaseninsuffizienz

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Im reproduktionsfähigen Alter wird Progesteron meist bei Corpus-luteum-Insuffizienz eingesetzt. Der endogene Mangel führt zu irregulären Zyklen. Eine verkürzte Lutealphase kann durch orales mikroni­siertes Progesteron normalisiert werden.

Bei Zyklusstörungen stehen der Uterus und seine Funktion im Mittelpunkt. Ovu­la­­tions­störungen dagegen definieren sich durch den ovariellen Zyklus. Beide sind nicht unabhängig. Eine regelrechte Lutealphase erfordert eine normale Follikelphase mit ausreichenden Estradiolspiegeln, sowohl für die Funktion des Endometriums als auch für die Reifung der Eizelle. Eine intakte Lutealphase dauert maximal 14 Tage – von einem persistierendem Corpus luteum und einer Schwangerschaft abgesehen. Eine Dauer von weniger als zehn Tagen ist ein klares Indiz für eine insuffiziente Lutealphase. Orales mikronisiertes Progesteron wird eingesetzt, um Zyklen mit verkürzter Lutealphase zu regu­lieren. Damit bessern sich auch prämenstruelle Beschwerden wie Ödeme und Brustspannen. In der Kinderwunschtherapie sind bei reinem Lutealphasendefekt mit Progesteron gute Schwangerschaftsraten zu erreichen.

Zyklusstörungen werden über das Menstruationsmuster eingeteilt

Die Ursachen von Zyklusstörungen sind bei Oligo- oder Polymenorrhoe, Hypo- oder Hypermenorrhoe sowie Metrorrhagie meist hormonell. Bei Metrorrhagie und Amenorrhoe kommen uterine oder hormonelle Dysfunktionen in Betracht, bei Spottings hormonelle oder entzündliche Störungen. Bei der Kinderwunschtherapie sind Tempoanomalien wegweisend: Blutungsintervalle über mehr als 32 oder weniger als 24 Tage. Die schwerwiegendste Auswirkung einer Corpus-luteum-Insuffizienz ist eine Amenorrhoe.

Andere endokrine Störungen ausschließen

Hyperprolaktinämie, Hyperandrogenämie sowie Störungen von Schilddrüsen- und Nebennierenrindenfunktion können eine sekundäre Lutealinsuffizienz auslösen. Direkte Auswirkungen haben hypothalamische Störungen: Zyklusstörungen bei Sportlerinnen sind gut dokumentiert. Gleiches gilt für Anorexia nervosa und Bulimie. In all diesen Fällen kommt es zu einer gestörten Gonadotropin-Ausschüttung. Kritisch scheint die pulsatile Sekretion des Luteinisierenden Hormons (LH) in der Follikelphase zu sein. Bei endogenem Progesterondefizit in der Lutealphase ist im nachfolgenden Zyklus die Frequenz der LH-Pulse erhöht. Eine Normalisierung ist durch die Gabe von oralem oder vaginalem mikronisierten Progesteron in der Lutealphase zu erreichen. Bei jungen Frauen mit Ovarialinsuffizienz ist für drei verschiedene Dosierungen von vaginalem mikronisiertem Progesteron (45, 90 und 180 mg) eine gute Wirksamkeit nachgewiesen: Trotz niedriger Serumspiegel resultieren im Endometrium hohe Wirkspiegel, die eine vollständige Transformation bewirken

Bei Kinderwunsch ovarielle Dysfunktion abklären

Irreguläre Zyklen mit gestörter Lutealphase können auch durch intraovarielle Dysre­gulationen bedingt sein. Bei subfertilen Frauen mit Kinderwunsch ist eine Clomifen­therapie aussichtsreicher, wenn Follikelreifungsstörungen vorliegen.

Der Behandlungserfolg ist abhängig
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