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Abortprophylaxe / Frühaborte

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Progesteron ist für die Implantation des Embryos und den Erhalt der Schwan­ger­schaft essentiell. Zu niedrige Spiegel in der Frühphase werden für Frühaborte und Frühestaborte infolge einer Lutealinsuffizienz verantwortlich gemacht. Ein Abfall des Gelbkörperhormons ist an der Weheneinleitung beteiligt.

Das Gelbkörperhormon vermittelt über spezifische Rezeptoren in den Zielzellen eine Vielzahl genomischer und nicht-genomischer Wirkungen:

  • Progesteron reduziert die uterine Kontraktilität
  • Progesteron wirkt der Zervixreifung entgegen
  • Progesteron unterdrückt fetale Entzündungsreaktionen
  • Progesteron dämpft die Wirkung des Corticotropin-Releasing-Hormons
  • Progesteron erhöht die Rigidität der Zervix
  • Progesteron verbessert die utero-plazentare Zirkulation
  • Progesteron moduliert die maternale Immunreaktion auf den semiallogenen Fetus
  • Progesteron ist involviert in die Entwicklung von Nerven und die Prägung des Gehirns in der Fetalzeit

Frühaborte verhindern

Unter den zahlreichen Ursachen für habituelle Aborte ist die Lutealinsuf­fizienz einer effizienten Therapie zugänglich. Bei Frauen mit bekannter habitueller Abortneigung resultiert durch die prophylaktische Gabe von Progesteron eine signifikant vermin­derte Rate an Aborten. Nachteilige Wirkungen sind nicht zu erwarten.

Drohende Frühgeburt vermeiden

Frühgeburten sind die Hauptursachen für die perinatale Morbidität und Mortalität. Die langfristige prophylaktische Therapie mit Progesteron vermindert dieses kindliche Risiko bei Frauen mit vorangegangenen Frühgeburten oder Zervixverkürzung signifikant. Speziell bei verkürzter Zervix im zweiten Trimenon gilt: Je kürzer die Zervix und je früher diese Verkürzung auftritt, desto höher ist das Risiko für eine Frühgeburt. In den USA wird empfohlen, allen Schwangeren mit einer vorausgegangenen Ent­bindung vor der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) prophylaktisch Progesteron zu verabreichen. Bei Einlings-Schwangerschaften kann dadurch der Prozentsatz an Geburten vor der 34. SSW um 44 bis 50 Prozent reduziert werden. Signifikant gesenkt wird dadurch der Anteil von Neugeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht – und die Dauer des Intensivaufent­halts.

Bei vorzeitigen Wehen Zeit gewinnen

In der tokolytischen Therapie zusätzlich eingesetzt, kann Progesteron in höhe­rer Dosierung die Zeit bis zur Entbindung verlängern. Als Folge wurden in einer Studie nur halb so viele Neugeborene mit niedrigem Geburtsgewicht geboren. Ein neonatales Atemwegsyndrom wurde signifikant seltener dokumentiert. Auch für die Schwangere kann die Progesterontherapie vorteilhaft sein, da die Wehentätigkeit früher zum Stillstand kommen kann. Zudem konnte in der genannten Studie die Dosis an Beta-Mimetika deutlich reduziert werden.

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

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