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Kombinierte HRT

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Die Vorteile einer Hormontherapie (HRT) mit transdermalem Estradiol und oralem mikronisierten Progesteron haben verschiedene Gesellschaften bereits in ihren Empfehlungen berücksichtigt. Diese Kombination verbreitet sich vor allem wegen ihrer höheren Sicherheit.

Das stoffwechsel- und gefäßneutrale mikronisierte Progesteron bewirkt neben dem sicheren Endometriumschutz keine negativen Effekte auf Glukose- und Fett­stoff­wechsel und das Gerinnungssystem. Kombiniert mit dem fehlenden First-pass-Effekt des Estradiol-Gels resultiert eine höhere Sicherheit hinsichtlich thromboembolischer Ereignisse. Ausschlaggebend für die Wahl der kontinuierlichen oder sequenziellen Hormon­the­rapie ist der Wunsch der Patientin nach Blutungsfreiheit. Für beide Therapieformen ist eine signifikante Besserung der vasomotorischen Symptome nachgewiesen. Die abendliche Gabe des Progesterons bessert dabei Einschlafstörungen signifikant.

Sequenzielle Anwendung der HRT

Beim sequenziellen Schema werden Gestagene über mindestens zehn Tage pro Zyklus verab­reicht. Hierbei sind Entzugsblutungen erwünscht und zu erwarten.
Beim Einsatz der physiologischen Hormone werden in der Regel 1,5 mg Estradiol täglich kombiniert mit 200 mg mikronisierten Proge­steron abends – über zehn bis zwölf oder auch 14 Tage. In der PEPI-Studie hatte sich diese Progesteron-Dosis bereits als wirksamer Schutz des Endometriums vor hyperplastischen Veränderungen erwiesen. Auch bei Endo­metriumbiopsien nach 24-wöchiger Behandlung war bei keiner der Frauen eine Hyperplasie nachzuweisen, die eine Kombination von mikronisiertem Progesteron mit Estradiol-Gel erhielten.

Die sichere Wirkung zeigte sich auch in einer fünfjährigen, offenen Erhebung bei 157 Frauen, die entweder die Standarddosis (1,5 mg Estradiol, 200 mg Progesteron) oder eine höhere Dosierung beider Hormone erhielten (3 mg Estradiol, 300 mg Progesteron). Eine französische Studie bestätigt den sehr guten Endometriumschutz bei 336 früh postmenopausalen Frauen unter Standarddosierung. Im Vergleich resultierten im Progesteron-Arm (200 mg über 14 Tage) mehr Amenorrhoen als im Chlormadi­non­acetat-Arm (10 mg/die über 14 Tage): Nach sechs und 18 Monaten waren unter Progesteron ein Drittel der Frauen blutungsfrei, im Vergleichsarm nur zwölf Prozent.

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Kontinuierliche Anwendung

Bei der kontinuierlichen Zu­gabe von Gestagenen ist – nach der Behebung der Beschwerden – Blutungsfreiheit das Ziel. Dazu werden 100 mg Progesteron täglich (meist über 21 Tage) zur Standarddosis von 1,5 mg Estradiol-Gel verabreicht.
In einer Sechs-Monats-Studie mit 98 Frauen betrug die Amenorrhoerate nach drei Monaten 80, nach sechs Monaten 90 Prozent. Zwei weitere Studien, die jeweils über ein Jahr liefen, zeigten ebenfalls einen guten Endometriumschutz und hohe Ame­norrhoeraten von 78 Prozent nach zwei und 97 Prozent nach zwölf Monaten. Zur kontinuerlich kombinierten Therapie kann auch Estradiol-Gel mit vaginalem Progesteron eingesetzt werden. Zwei kleinere Studien aus Brasilien und Italien zeigen dabei einen sicheren Schutz des Endometriums mit geringem Potenzial für vaginale Blutungen. Die Menopause-Symptome verringerten sich signifikant. Die Knochenmasse blieb erhalten, nachteilige Effekte auf Metabolismus oder Herz-Kreislaufsystem wurden nicht beobachtet.

 

Progesteron Erinnerungsservice

Für Patientinnen bieten wir begleitend zur Therapie einen kostenlosen Erinnerungsservice an. Sie können sich von uns mittels E-Mail und/oder SMS an die tägliche Einnahme erinnern lassen.
Mehr auf progesteron-erinnerung.de

 

 

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

Unser kostenfreier Erinnerungsservice
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