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Perimenopausal HRT / Prävention Endometriumhyperplasie

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Bei der Hormontherapie werden Estrogene unterschiedlicher Art und Appli­ka­tions­form mit Progesteron oder aber synthetischen Gestagenen kombiniert. Experten sprechen sich zunehmend für den Einsatz der physiologischen Sub­stanzen Estradiol und Progesteron aus.

Die Hormontherapie zur Behandlung klimakterischer Beschwerden ist fest in den Leitlinien verankert. Estrogene wirken sicher gegen vasomotorische Symptome. Bei nicht hysterektomierten Frauen ist die Kombination mit Gestagenen notwendig, um estrogenbedingte Endometriumhyperplasie oder Neoplasien zu vermeiden.

Sequenzielle und kontinuierliche Anwendung

Beim sequenziellen Schema werden Gestagen über (zehn bis) zwölf Tage pro Zyklus verab­reicht. Dabei sind Entzugsblutungen zu erwarten. Bei der kontinuierlichen Zu­gabe von Gestagenen resultiert dagegen Blutungsfreiheit, die in aller Regel nach den ersten zwei bis drei Behandlungsmonaten vollständig ist.

Gute Wirkung von transdermalem Estradiol

Die orale Gabe von Estrogenen geht dosisabhängig mit einem gesteigerten Risiko für thromboembolische Komplikationen einher. Diese Gefahr ist speziell bei überge­wich­tigen Frauen und prädisponierten Patientinnen durch die Gabe eines Estradiol-Gels zu minimieren. Diese Zubereitungsform kann zudem besonders einfach in niedriger Dosierung aufgebracht werden. Die tägliche Applikation von 1,25 oder aber 2,5 mg Estradiol-Gel reduziert die Fre­quenz und den Schweregrad von Hitzewallungen bereits innerhalb eines Monats. Signifikante Unterschiede zu Placebo wurden in einer kontrollierten Studie mit 215 Patientinnen im zweiten Monat dokumentiert. Die gute Wirkung auf die Beschwerden verstärkte sich im Studienverlauf von zwölf Monaten kontinuierlich.

Progesteron: Sehr guter Schutz vor Endometriumhyperplasie und sicherer an der Brust

Orales mikronisiertes Progesteron als Kombinationspartner bewirkt bei sequenzieller und kontinuierlicher Therapie einen sicheren Schutz des Endometriums. Die PEPI-Studie weist eine vergleichbar hohe Sicherheit aus wie für Medroxyprogesteronacetat (MPA) in Verbindung mit equinen Estrogenen (CEE). Für die MPA-CEE-Kombination ist bei langjähriger Anwendung allerdings ein erhöh­tes Brustkrebsrisiko belegt. Orales mikronisiertes Progesteron in Kombination mit Estradiol-Gel ist nach einer französischen Kohortenstudie an der Brust sicherer als synthetische Gestagene. Das legten auch Biopsien nahe: Im Vergleich beider Re­gimes zeigte die Histologie von in-vivo-Präparaten beim Einsatz der physiologi­schen Hormone deutlich weniger proliferierende Brustzellen.

Auch Progesteron allein reduziert Hitzewallungen

Die Gabe von Estrogenen ist der Gold­stan­­dard in der Therapie klimakterischer Be­schwerden. Jedoch lassen sich diese Symptome auch mit reinem Pro­gesteron kontrollieren. Die orale mikronisierte Form kann eine Alternative für Frauen sein, die keine Estro­gene einnehmen möchten oder dürfen. In einer placebokontrollierten Studie mit 133 Patien­tin­nen verminderten sich der Scorewert für die Inten­sität und auch die Anzahl der Wallungen bei Tag und Nacht signifikant stärker als unter Placebo (56 versus 28 Prozent bzw. 48 versus 22 Prozent Reduk­tion).

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

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