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Unterstützung der Lutealphase

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In stimulierten Zyklen zur assistierten Reproduktion (ART) ist es notwendig, die Lutealphase zu unterstützen. In Europa wird für diesen Lutealsupport haupt­sächlich vaginales Progesteron eingesetzt. Es sollte dem ebenfalls noch verwendeten humanen Choriongonadotropin vorgezogen werden.

Die Grundlagen für die Lutealfunktion werden in der Follikelphase gelegt: Die Höhe der Estrogenwerte bestimmt die Ausbildung von Progesteronrezeptoren in den Granulosazellen der heranwachsenden Follikel. Vom Estrogenspiegel hängt direkt auch der Aufbau des Endometriums ab. Erhält dieses jedoch in der Lutealphase keine ausreichenden Progesteronmengen, kann es nicht sich nicht zeitgerecht für die Aufnahme des Embryos reifen und wird instabil.

Lutealinsuffizienz: regelhaft bei Langzeit-Protokoll

Die Ovulationsinduktion mit humanem Choriongonadotropin (hCG) kann nach Down­regulation mit GnRH-Agonisten eine Lutealinsuffizienz nicht verhindern: Ab dem neunten Tag nach Auslösung der Ovulation mit hCG stellt sich regelhaft eine Gelb­kör­perschwäche ein. Auch beim Antagonisten-Protokoll ist eine Lutealinsuffizienz unvermeidlich.

Lutealsupport unabdingbar

Der resultierende Abfall von 17ß-Estradiol und Progesteron ist deletär für die Implan­tation von Embryonen in ART-Zyklen. Deshalb ist die Substitution von Progesteron und/oder die Aktivierung der Gelbkörperfunktion von außen erforderlich. Als Faustregel gilt: Je intensiver die Stimulation in der Follikelphase, desto intensiver muss die Lutealphase gestützt werden. Progesteron wirkt zuverlässig wie hCG, aber ohne erhöhtes Risiko ovarieller Überstimulationen. Durch hCG-Gaben in der Lutealphase lassen sich Lutealinsuffizienzen sehr zuverläs­­sig verhindern und gute Schwangerschaftsraten erzielen. Der größte Nachteil dieses Vorgehens: die Begünstigung eines ovariellen Überstimulationssyndroms (OHSS). Dies trifft für Progesteron nicht zu. Progesteron wird zur Vermeidung und Therapie von Lutealdefekten in der ART par­en­teral (intramuskulär) und vaginal angewandt. Die intramuskuläre Proge­steron-Applikation führt zu hohen und reproduzierbaren Blutspiegeln, ist aber nicht sehr anwender­freundlich: Insbesondere die wiederholte Anwendung ist mit einer verminderten Akzeptanz durch lokale Schmerzen und Gewebsreaktionen verbunden.

Hohe Bioverfügbarkeit im Endometrium

Vaginal appliziertes Progesteron hat den Vorteil des first-uterine-pass-effects: Es wird im Uterus angereichert und bewirkt eine zuverlässige Reifung des Endo­metriums – trotz relativ niedriger Serumspiegel.

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

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