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Effizienz von intramuskulären, vaginalen Progesteron und hCG

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Bei assistierter Reproduktion ist ein Lutealsupport mit Progesteron sicher und gut verträglich. Kapseln sind dabei mindestens so effektiv wie eine Gelform. Gleichzeitig sind sie patientenfreundlicher als eine Injektion.

Progesteron vs. hCG: Halbiertes Risiko für Überstimulation

Die Unterstützung der Lutealphase ist ein kritischer Punkt bei der in-vitro-Fertilisation (IVF) und verwandten Techniken der assistierten Reproduktion. Wenn viele Eizellen gewonnen wurden, besteht bei der Gabe von humanem Choriongonadotropin (hCG) die Gefahr einer Überstimulation mit schweren Formen eines ovariellen Hypersti­mula­tions-Syndrom (OHSS). Diese Gefahr ist bei der Gabe von Progesteron sehr viel geringer, wie eine Meta­analyse ausweist: Während es in der hCG-Gruppe in fünf Prozent zu einem OHSS kam, war in der Progeste­rongruppe kein einziger Fall verzeichnet. Eine weitere Analyse mit über 1.000 Patientinnen zeigte hinsichtlich der Schwanger­schaftsraten keinen Unterschied zwischen hCG und Progesteron, jedoch ein auf mehr als die Hälfte vermindertes OHSS-Risiko unter Progesteron.

Vaginalkapseln anwenderfreundlich

Die vaginale Applikation ist zum einen anwenderfreundlicher als die intramuskuläre Gabe und erfreut sich allein dadurch einer höheren Akzeptanz. Zum anderen nutzt diese Form den intrauterinen First-Pass-Effekt, durch den am Zielort – dem Endo­metrium – höhere Konzentrationen als bei intramuskulärer Gabe erzielt werden. Da­durch steigen die Schwangerschaftsraten.

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Höhere Schwangerschaftsraten bei vaginaler versus intramuskulärer Gabe

Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit insgesamt 262 Frauen weist für die vagi­nale Gabe von 600 mg/die Progesteron eine deutlich höhere Rate an fortlaufenden Schwangerschaften pro Embryotransfer aus als beim Einsatz von 50 mg/die intra­muskulär (30,5 versus 19,1 Prozent).

Mindestens so wirksam wie ein Gel

Bestätigt wurde die gute Wirkung von Proges­teron-Kapseln in einer multizentrischen randomisierten Vergleichsstudie mit einem vaginalen Progesteron­-Gel: Bei 285 Pa­tientinnen resultierten nach täglicher Applikation von 90 mg Progesteron als Gel oder aber 200 mg Progesteron als Vaginalkapseln dreimal täglich vergleichbare Schwan­ger­schaftsraten (33,1 bzw. 30,9 Prozent). Als mindestens ebenso effektiv schnitten die Kapseln auch gegenüber der doppelten Tagesdosis des Gels ab: In einer randomisierten Studie mit 430 Patientinnen zeigte sich bei der Kapselform sogar ein Trend zu etwas höheren fortlaufenden Schwanger­schaftsraten in der zwölften Woche mit 25,2 versus 22,2 Prozent. Die Abortraten waren zudem geringfügig niedriger (18,2 versus 19,1 Prozent).

Eine Metaanalyse bestätigt die vergleichbar gute Wirksamkeit der beiden vaginalen Anwendungsformen.

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

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