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Assistierte Reproduktion / IVF

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Die ovarielle Stimulation mit Gonadotropinen und GnRH-Analoga im Rahmen der assistierten Reproduktion (IVF, ICSI) führt regel­haft zu einem Lutealphasendefekt. Als Goldstandard zur Therapie dieser Gelb­körperschwäche hat sich die Gabe von Progesteron etabliert. Eine gestörte Lutealphase mit deutlich verminderten mittlutealen Progesteronwerten kennzeichnet die Zyklen der assistierten Reproduktion. Die Notwendigkeit eines Lutealsupports gilt als gesichert.

Sowohl bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) als auch der Intrazytoplasmatischen Sper­mien­injektion (ICSI) erfolgt eine Stimulation der Ovarien. Sie zielt darauf ab, eine höhere Anzahl von Eizellen zur Befruchtung zu gewinnen. Ohne die zusätzliche Gabe von GnRH-Analoga kommt es in einem relativ hohen Prozentsatz zur vorzei­tigen Luteinisierung, und dadurch zu massiv schlechteren Schwangerschaftsraten. Dieser vorzeitige endogene LH-Anstieg wird durch GnRH-Agonisten – inzwischen vermehrt auch GnRH-Antagonisten – verhindert. Allerdings um den Preis eines Lutealphasen­defektes.

Assistierte Reproduktion

Stimulierte Zyklen erfordern Lutealsupport

Das routinemäßige Einfrieren von Embryonen und ihr Transfer in einen späteren – nicht stimulierten – Zyklus ist durch das Embryonenschutzgesetz unter Strafe gestellt. Daher besteht die eindeutige Notwendigkeit, die Lutealphase hormonell zu unterstützen. Dazu werden vaginales oder intramuskuläres Progesteron oder aber auch hCG eingesetzt. Die Gabe dieses Gona­dotropins geht allerdings mit einem erhöhten Risiko für ein ovarielles Hyperstimulations­syndrom (OHSS) einher. Dies gilt speziell bei hoher Reak­tions­freudigkeit der Ovarien.

Geringe Gefahr der Überstimulation

Die Gefahr der ovariellen Überstimulation ist bei der Gabe von Progesteron sehr viel geringer als bei hCG-Behandlung, wie eine Meta­analyse ausweist: Während es in der hCG-Gruppe in fünf Prozent zu einem OHSS kam, war in der Progeste­rongruppe kein einziger Fall verzeichnet.

Reifung des Endometriums besser koordiniert

Bei Zyklen, bei denen entweder mit hCG oder aber mit intramuskulärem oder vaginalem Proge­steron substituiert wurde, konnte im Vergleich zu nicht substituierten Zyklen sehr viel seltener eine verzögerte Reifung des Endometriums nachgewiesen werden.

Substitution der Frühschwangerschaft

Die Applikation beginnt üblicherweise spätestens zum Zeitpunkt des Embryotransfers und sollte zumindest bis zum Schwangerschaftstest erfolgen. Verläuft dieser positiv, wird in den meisten Zentren Progeste­ron weitergegeben bis zum sonographischen Nachweis einer intakten intrauterinen Schwangerschaft oder bis zur 12. Schwangerschaftswoche.

Der Behandlungserfolg ist abhängig
von der regelmäßigen Anwendung.

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